Pokalaus nach Verlängerung!

TSG Wolfstein-Roßbach – FV Bruchmühlbach 1.3 nach Verlängerung (0:0, 1:1)

Aufstellung RoWos: Bastian Schäfer – Marcel Korb, Timo Keller (43. Patrik Dejon, 106. Fabian Bach), Nils Neu, Jona Wildberger – Christopher Rietz, Benjamin Emrich, Tizian Wappner (66. Marius Lauer), Jerrit Braun – Yannick Metzger (81. Lukas Lemke), Johannes Schell.

Ersatz: Harry Kihl, Sven Metzger (Tor)

Gelbe Karte: Emrich
Schiedsrichter: Andreas Keilhauer (VfB Reichenbach)

Tore: 0:1 Eigentor (90.), 1:1 Schell (90.+1), 1:2 Semar (101.), 1:3 Mensah (114.)

Zuschauer: 112.

Zweieinhalb Wochen zuvor standen sich beide Mannschaften schon in Bruchmühlbach im Punktspiel gegenüber. Seitdem hat sich viel getan. Beim Gegner zumindest… Trainer gefeuert, Spieler gefeuert, neue Spieler geholt, neuen Trainer geholt. Es muss jeder für sich entscheiden, ob diese Art und Weise, sich von den Launen eines Gönners (in der A-Klasse!!!) abhängig zu machen, sympathisch ist oder eben nicht. Klar, es gibt keine Sympathiepunkte im Fußball. Das ist das eine, aber zum anderen erwirbt man sich Anerkennung und Respekt auch durch das eigene Verhalten auf dem Platz. Das haben ein paar Gästeakteure nicht geschafft. Andere wiederum schon. Positiv sind da die Akteure Haag und Mert zu nennen. Letzterer wurde zweifach von der RoWo-Seite behandelt, bedankte sich hinterher dafür. Fairplay? Fairplay!

Sportlich gesehen hat der FVB unglaublich viel Potenzial, keine Frage. Aber die RoWos schafften es auch im zweiten Duell, den Favoriten, der eben jenes Potenzial bei Weitem nicht abrufen konnte, gewaltig zu nerven. Auf einer soliden Defensivarbeit aufbauend versuchte man, auch offensiv einige Nadelstiche zu setzen. Punkt eins passte, Punkt zwei eher weniger. Und weil auch die Bruchmühlbacher, trotz viel mehr Ballbesitz und Spielanteilen, nach vorne kaum gefährlich wurden, spielte sich das Meiste im Mittelfeld ab. Und so schien alles auf eine Verlängerung hinauszulaufen, erst recht, nachdem Andre Sasse für die Gäste in der 55. Minute einen Strafstoß über die Querlatte zimmerte. Als dann die reguläre Spielzeit am Ablaufen war und ein Missverständnis zwischen Keeper und Verteidiger zu einem Eigentor und damit dem 0:1 führte, schien das Spiel entschieden. Den RoWos blieb auf dem Ausweichgeläuf in Hinzweiler, das sich in einem sehr guten Zustand präsentierte, noch genau ein Angriff. Ab in den Strafraum, dort kam Johannes Schell an die Pille, dessen Schuss schlug abgefälscht, halbhoch neben dem rechten Pfosten ein. Abpfiff, Verlängerung. Viele Akteure beider Seiten gingen merklich auf dem Zahnfleisch. In der Extrazeit setzten sich die Gäste durch zwei weitere Treffer dann durch. Eine abermals grandiose, kämpferische Leistung blieb leider erneut unbelohnt. Aber man kann auch abermals stolz auf die gezeigte Leistung sein. Von den Spielanteilen her gesehen geht das Ergebnis aber in Ordnung, Herz und Leidenschaft hätten das Weiterkommen aber auch verdient gehabt.